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——— aus der werkstatt

Coding

Ich baue gerade etwas Neues. Es heißt vibecraft.rocks.

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Ich habe lange überlegt, ob ich das hier schreibe. Nicht weil ich unsicher bin, ob das Projekt gut wird. Sondern weil ich kein Fan davon bin, Dinge anzukündigen, bevor sie existieren. Announcements ohne Substanz sind Marketinglärm. Und davon gibt es genug.

Aber vibecraft.rocks existiert. Der Blog läuft. Die ersten Projekte sind dokumentiert. Also ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

Was Vibe Coding ist und warum das Wort zählt

Ich muss kurz bei dem Begriff bleiben, weil er so leicht missverständlich ist.

„Vibe Coding“ wurde von Andrej Karpathy, dem ehemaligen KI-Chef bei Tesla und Mitgründer von OpenAI, Anfang 2025 in einem Tweet definiert. Sein Kern: Du beschreibst, was du willst, ein KI-Modell schreibt den Code, und du vertraust dem Ergebnis so weit, dass du aufhörst, jede Zeile zu kontrollieren. Du arbeitest mit der KI, nicht über sie hinweg.

Das klingt nach Hobby-Spielerei. Es ist keins.

Karpathy hat damit etwas beschrieben, das ich selbst seit Monaten täglich mache: Ich baue funktionierende Applikationen, Automatisierungen und Tools, ohne klassischer Entwickler zu sein. Nicht weil ich Code imitiere, sondern weil ich gelernt habe, wie ich mit einem Sprachmodell zusammenarbeite, das Code versteht. Das Ergebnis ist echter Output. Software, die läuft.

Zur Klarheit, weil die Begriffe gerne durcheinandergeraten: Vibe Coding ist nicht dasselbe wie Prompt Engineering. Prompt Engineering ist eine Technik, eine Fertigkeit im Umgang mit Sprachmodellen. Vibe Coding ist ein Arbeitsmodus, eine Haltung. Man kann schlecht prompten und trotzdem vibe coden. Man kann hervorragend prompten und trotzdem nie über Code hinauskommen.

Und es ist auch nicht „No-Code“. No-Code-Plattformen abstrahieren Code weg. Beim Vibe Coding ist der Code da, du siehst ihn, du iterierst ihn, du bist verantwortlich für ihn. Du hast nur aufgehört, ihn komplett selbst zu schreiben.

Warum ich dafür eine eigene Plattform brauche

digitalhandwerk.rocks ist meine Hauptmarke. KI-Beratung für KMU und EPU, Workshops, Texte, Einschätzungen. Das bleibt.

Aber Vibe Coding passt da nicht rein. Nicht weil es thematisch fremd wäre, sondern weil es eine andere Art von Inhalt erzeugt. Wenn ich hier auf digitalhandwerk.rocks schreibe, denke ich an Geschäftsführer, Marketingmenschen, Selbstständige, die wissen wollen, was KI für ihr Unternehmen bedeutet.

Was ich beim Vibe Coding dokumentieren will, ist etwas anderes: konkrete Projekte. Code. Architekturentscheidungen. Irrwege. Werkzeuge. Das sind Inhalte für Menschen, die selbst bauen, oder es lernen wollen. Die Schnittmenge mit meiner digitalhandwerk-Zielgruppe ist da, aber sie ist nicht deckungsgleich.

Ich wollte keinen Unterblog, keine Kategorie, keine versteckte Sektion. Ein eigenes Projekt verdient einen eigenen Auftritt.

Außerdem: Ich wollte vibecraft.rocks selbst mit Vibe Coding aufbauen. Das war der Plan von Anfang an. Die Plattform als erstes Exponat ihrer eigenen These.

Was auf vibecraft.rocks passiert

Im Kern ist vibecraft.rocks ein Dokumentationsblog für Projekte, die per Vibe Coding entstehen. Nicht Tutorial, nicht Kurs, nicht How-to-Kanal.

Ich zeige, was ich gebaut habe. Wie es funktioniert. Was dabei schiefgelaufen ist und warum. Was ich das nächste Mal anders machen würde. Das sind Inhalte, die ich selbst gesucht habe, als ich anfing: keine hochpolierten Erfolgsgeschichten, sondern ehrliche Dokumentation von echtem Entwicklungsprozess.

Das Wort „dokumentieren“ ist hier bewusst gewählt. Ich will nicht unterhalten. Ich will festhalten.

Das heißt konkret:

Projektberichte statt Artikel. Wenn ich eine Applikation baue, beschreibe ich den Weg: welches Modell, welches Framework, wo hat es gehakt, was war überraschend einfach, was hat drei Iterationen gebraucht. Das ist kein Lehrvideo, das ist ein Arbeitstagebuch mit Reflexion.

Werkzeuge im echten Einsatz. Claude Code, n8n, Coolify, Hetzner, WooCommerce, WordPress. Ich schreibe über Tools, die ich selbst täglich benutze. Nicht über Tools, die ich für eine Rezension kurz angefasst habe.

Klare Haltung statt Neutralität. Ich habe Meinungen dazu, welche Ansätze funktionieren und welche nicht. Die kommen durch. Wer eine ausgewogene Marktübersicht will, ist bei Heise besser aufgehoben.

Womit ich angefangen habe

Das erste größere Projekt, das ich auf vibecraft.rocks dokumentiere: ein KI-gestütztes Code-Tool („Leonardo“), das ich für einen konkreten Bedarf gebaut habe. Nicht für einen Kunden, für mich. Das ist meistens der sauberste Weg, um zu verstehen, was wirklich geht.

Ich habe es mit Claude Code entwickelt: beschrieben, was es können soll, den generierten Code iteriert, debuggt, angepasst, wieder beschrieben. Das Tool läuft. Ich benutze es. Es ist nicht perfekt, aber es tut, was es soll.

Was mich dabei am meisten überrascht hat: nicht wie gut die KI coden kann. Sondern wie viel Arbeit im Formulieren steckt. Ein Vibe-Coding-Projekt steht und fällt damit, wie klar du dir bist, was du eigentlich willst. Die KI macht keine Annahmen, die du nicht gemacht hast. Sie baut exakt das, was du beschreibst, inklusive aller Unklarheiten darin.

Das ist die unbequeme Seite von Vibe Coding, die die meisten Artikel darüber unterschlagen. Du wirst nicht durch eine KI schlechter im Denken. Du wirst durch eine KI gnadenlos konfrontiert mit dem, wie unscharf dein Denken manchmal ist.

Für wen vibecraft.rocks gedacht ist

Ich baue das auch für Einsteiger, die sich vielleicht fragen, was eine API ist. Ich baue es auch für Leute, die schon anfangen, Dinge zu bauen, oder konkret vorhaben, es zu tun.

Menschen, die Softwareentwicklung nicht als Beruf haben, aber zunehmend merken, dass sie mit den richtigen Werkzeugen selbst liefern können. Kreative, die ein eigenes Tool wollen, aber keinen Entwickler beauftragen können oder wollen. EPU und Freelancer, die Automatisierungen bauen, weil es sonst niemand für sie macht.

Ich sage das nicht, um meine Zielgruppe zu begrenzen. Ich sage das, weil ich ehrlich sein will darüber, was auf der Plattform zu finden ist und was nicht. Wer einen sanften Einstieg in KI sucht, ist hier richtig: auf digitalhandwerk.rocks. Wer wissen will, wie man konkret etwas baut, ist richtig auf vibecraft.rocks.

Was „ship safe“ bedeutet

Ich habe vibecraft.rocks einen Claim gegeben: build load. ship safe.

Das ist bewusst mehrdeutig.

„Ship“ kommt aus der Produktentwicklung: etwas fertigstellen und ausliefern. „Safe“ hat zwei Lesarten. Erstens: Liefere mit einem Sicherheitsnetz, also dokumentiert, iteriert, getestet. Zweitens: Liefere mutig, also schick raus, was gut genug ist. Nicht warten, bis es perfekt ist.

Das Spannungsfeld zwischen diesen beiden Lesarten ist genau das, womit ich beim Vibe Coding täglich arbeite. Du willst schnell liefern, weil die KI schnelle Iteration erlaubt. Aber du willst nicht blind liefern, weil Code, den du nicht verstehst, dich irgendwann einholt.

„Ship safe“ ist kein Qualitätszertifikat. Es ist eine Haltung.

Die technische Basis von vibecraft.rocks

Für alle, die es interessiert: vibecraft.rocks läuft auf WordPress auf Mittwald. Die Entscheidung für Mittwald war pragmatisch: ich kenne die Plattform, ich weiß, wie das klassische Interface funktioniert, und ich will mich nicht mit Serveradministration beschäftigen, wenn ich mich auf Inhalte konzentrieren will.

Demo-Subdomains für Projektpräsentationen laufen auf Hetzner über Coolify. Das gibt mir die Flexibilität, echte Applikationen zu hosten, ohne für jede Domain einen eigenen Server zu brauchen.

Bildsprache: ich arbeite mit Google Gemini (Nano Banana) für die meisten Begleitbilder und mit Midjourney v7, wenn ich mehr gestalterische Kontrolle brauche. Kein generischer KI-Bilderbrei. Das Design von vibecraft.rocks entwickelt sich gerade noch, aber eines steht schon fest: es wird eine eigene Handschrift haben. Und sie ist natürlich mit Claude Code gebaut. Aber das Design ist ohnedies fast fertig.

Warum ich das hier erzähle

Weil vibecraft.rocks und digitalhandwerk.rocks getrennte Projekte sind, aber dieselbe Person dahinter hat. Wenn du hier liest, weil dich interessiert, was mit KI in der Praxis möglich ist, dann ist vibecraft.rocks der Ort, wo ich genau das zeige. Nicht als Konzept, sondern als laufende Projekte.

Ich werde nicht alles doppelt posten. Was ich auf vibecraft.rocks dokumentiere, ist zu spezifisch für diese Plattform hier. Aber wenn ein Projekt oder eine Beobachtung von dort direkt relevant für KMU-Anwendungsfälle ist, werde ich den Zusammenhang herstellen.

Ich arbeite seit 1989 in Kommunikation und Werbung. In all dieser Zeit war es so, dass die Menschen, die am meisten darüber geredet haben, was in der Branche möglich ist, selten die waren, die es wirklich gemacht haben. Das war schon in der Printzeit so, in der Digitalzeit, und es ist in der KI-Zeit nicht anders.

vibecraft.rocks ist mein Versuch, mehr zu zeigen und weniger zu reden. Das Reden passiert trotzdem. Aber es hat jetzt ein Substrat.

Ich baue gerade etwas Neues. Es heißt vibecraft.rocks. - KI-Wissen | digitalhandwerk | Alex Januschewsky

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Alex Januschewsky – Zertifizierter KI-Beauftragter und Werbefachmann
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky ist Werbefachmann, zertifizierter KI-Beauftragter (ISO 42001, EU AI Act-Konformität) und Microsoft MVP Alumni. Seit 1989 in Werbung und Design aktiv, spezialisiert auf den professionellen Einsatz von Generativer KI: kreativ, strategisch, praxisnah. Seit über 30 Jahren entwickle ich Kommunikation, die nicht auf Hype setzt, sondern auf echte Wirkung. Klar, klug und mit einem tiefen Verständnis für Technologie und Sprache. In diesem Blog teile ich Ideen, Impulse und erprobtes Wissen für Unternehmer, Entscheider und KI-Enthusiasten, die mehr wollen als Schlagwörter und bunte Versprechen.

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Alex Januschewsky, Prompt Rocker, wohnhaft in Salzburg, tätig in Österreich
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