loader image

——— aus der werkstatt

Gedanken

Erkenne KI in Texten – und warum das (immer noch) nicht funktioniert

Darum geht es in diesem Artikel
// tts Artikel anhören
// ki-zusammenfassung Diesen Artikel zusammenfassen mit:

Stell dir vor: Du gibst einen KI-generierten Text in ein Erkennungstool ein – und das Tool sagt: „Menschlich geschrieben“. Klingt absurd? Ist aber Alltag.

Eine Toolsammlung der österreichischen Plattform onlinesicherheit.gv.at – und die wird in Suchmaschinen gut gefunden – zeigt Tools auf, die KI in Texten erkennen soll. Damit wird eine gewisse Sicherheit vorgegaukelt. Die Realität ist eine andere.

Die Tools, auf die alle schauen – und die fast immer danebenliegen

Ob an Schulen, Unis oder in Redaktionen – wer prüfen will, ob ein Text von einer KI stammt, landet oft bei denselben Tools:

Alle vier haben zumindest eines gemeinsam: Sie liefern allesamt keine zuverlässigen Ergebnisse. Bei einem kleinen Test meinerseits haben sie einen klar von KI geschriebenen Text als „menschlich“ eingestuft. Und das ist kein Einzelfall.

Erkenne KI in Texten – und warum das (immer noch) nicht funktioniert
ZeroGPT (0% AI, also menschlich)
Erkenne KI in Texten – und warum das (immer noch) nicht funktioniert
100% confident? 100%ig falsch
Erkenne KI in Texten – und warum das (immer noch) nicht funktioniert
Writer findet 1% AI. Es waren 100%!
Erkenne KI in Texten – und warum das (immer noch) nicht funktioniert
Brandwell liegt genauso daneben.

Warum die Erkennung so schwierig ist

Diese Tools analysieren vor allem, wie „vorhersehbar“ ein Text ist (Stichwort: Perplexity) oder wie stark sich Satzmuster abwechseln (Burstiness). Das Problem: Moderne KI-Modelle wie GPT-4 schreiben inzwischen so gut, dass ihre Texte kaum noch von menschlicher Sprache zu unterscheiden sind.

Ein bisschen Nachbearbeitung durch echte Menschen, ein paar individuelle Formulierungen – und schon fallen die Tools komplett durch. Und wie in meinem Beispiel schaffen sie es nicht einmal bei 100%igem KI-Text.

Die trügerische Sicherheit

Diese Tools suggerieren, man könne KI-Texte eindeutig erkennen. Das ist einerseits Nonsens, aber kann auch gefährlich sein.

  • Für Lehrkräfte, die Hausarbeiten bewerten.
  • Für Journalisten, die Fake News erkennen müssen.
  • Für Behörden, die Richtlinien erlassen.

Wer sich auf solche Tools verlässt, trifft schnell falsche Entscheidungen.

Politik in der Verantwortung

Wenn offizielle Stellen wie das Bundeskanzleramt auf solche Erkennungs-Tools verweisen, ohne deren Schwächen zu benennen, entsteht ein falscher Eindruck: Als wäre das Problem gelöst.

Ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil: Die Technik entwickelt sich schneller als die Werkzeuge, die sie überwachen sollen. Es ist also nicht nur ein technisches, sondern auch ein politisches Thema.

Was wir stattdessen brauchen

  • Aufklärung statt Illusion: Menschen sollten verstehen, was KI kann – und was nicht.
  • Kompetenz statt Kontrolle: Wer Texte beurteilt, braucht Wissen über Stil, Quellen und Zusammenhänge – kein Dashboard mit Prozentwerten.
  • Transparenz statt Trickserei: Wer KI nutzt, sollte es sagen. Fertig. Stichwort: Code of Conduct.

Tools helfen nicht – Wissen schon

Ja, es ist verlockend, ein Tool zu haben, das „KI“ oder „nicht KI“ sagt. Aber wir sind (noch) nicht so weit.

Solange sich die KI rasant weiterentwickelt und immer „menschlicher“ schreibt, sind Tools wie ZeroGPT oder Originality.AI bestenfalls Schätzmaschinen. Und schlimmstenfalls Fehlinformer.

Wenn wir KI sinnvoll einsetzen wollen, müssen wir lernen, sie zu verstehen – nicht sie zu verstecken.

Hinweis zur KI-Nutzung: Themen und Thesen stammen von mir, KI hilft bei Struktur und Rechtschreibung. Redaktionelle Verantwortung bleibt vollständig bei mir. Wie dieser Blog entsteht →

Bitte bewerte meinen Blog! Danke vielmals!

about.me
Alex Januschewsky – Zertifizierter KI-Beauftragter und Werbefachmann
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky ist Werbefachmann, zertifizierter KI-Beauftragter (ISO 42001, EU AI Act-Konformität) und Microsoft MVP Alumni. Seit 1989 in Werbung und Design aktiv, spezialisiert auf den professionellen Einsatz von Generativer KI: kreativ, strategisch, praxisnah. Seit über 30 Jahren entwickle ich Kommunikation, die nicht auf Hype setzt, sondern auf echte Wirkung. Klar, klug und mit einem tiefen Verständnis für Technologie und Sprache. In diesem Blog teile ich Ideen, Impulse und erprobtes Wissen für Unternehmer, Entscheider und KI-Enthusiasten, die mehr wollen als Schlagwörter und bunte Versprechen.

LINKEDIN

LinkedIn Newsletter

Jeden Artikel direkt in deinem LinkedIn-Feed. Kein Extra-Abo, kein Spam. Einfach folgen und du bekommst neue Beiträge automatisch.

WHATSAPP

WhatsApp Channel

Was gerade wirklich in der KI passiert, bekommst du nicht im Feed, sondern im KI-Kompass. Ich kuratiere, teste, filtere. Du bekommst nur das, was es wert ist, gelesen zu werden.

Alex Januschewsky, Prompt Rocker, wohnhaft in Salzburg, tätig in Österreich
// let's talk

Lass uns reden.

Erstgespräch kostenlos. Immer.

Du weißt noch nicht genau, wo du anfangen sollst? Gut. Genau dafür ist das Erstgespräch da. Wir klären in 30 Minuten, ob und wie KI in deinem Betrieb wirklich Sinn macht.

Kein Pitch. Keine Agenda. Nur ein ehrliches Gespräch zwischen zwei Menschen, die wissen wollen, ob es passt.

Derzeit verfügbar für neue Projekte in Österreich & DACH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

The reCAPTCHA verification period has expired. Please reload the page.

——— aktuelle zahlen

——— Die letzen Beiträge

——— Unterstütze mich

Dir gefällt digitalhandwerk?

Ich stecke sehr viel Zeit, Geld und Herzblut in meine Webseite. Wenn dir mein Blog weiterhilft, freue ich mich riesig über eine kurze Bewertung auf Google. Es dauert nur eine Minute und hilft mir sehr, mehr Menschen zu erreichen!

Jetzt auf Google bewerten