Seit dem 2. Februar 2025 gibt es eine gesetzliche Verpflichtung, die fast niemand kennt: Wer KI-Systeme nutzt, muss nachweisbare KI-Kompetenz besitzen. Kein Vorschlag, kein Best Practice, ein Gesetz. Ich habe einen kostenlosen Onlinekurs gebaut, mit dem du diese Pflicht erfüllen kannst.
Artikel 4 des EU AI Acts (Verordnung 2024/1689) sagt es in einem Satz: Anbieter und Nutzer von KI-Systemen müssen Maßnahmen ergreifen, um ein ausreichendes Niveau an KI-Kompetenz bei ihrem Personal sicherzustellen. Und „Nutzer“ heißt hier nicht Google oder Microsoft. Nutzer heißt: du, wenn du ChatGPT, Claude, Gemini oder irgendein anderes KI-Tool in deiner Arbeit verwendest.
Warum die meisten Unternehmen ein Problem haben
Ich erlebe das in jeder Beratung. Die Unternehmerin nutzt ChatGPT für Angebotstexte. Der Handwerker lässt sich Rechnungstexte generieren. Die Agentur verwendet KI für Social Media Posts. Die Steuerberaterin lässt Mandantenbriefe formulieren. Der Architekt generiert Visualisierungen mit Midjourney. Alles gut, alles sinnvoll. Aber auf die Frage „Hast du eine dokumentierte KI-Schulung?“ kommt in 95 % der Fälle: Schweigen.
Das ist seit Februar 2025 ein Compliance-Problem. Und seit August 2025 auch ein Haftungsproblem. Wenn ein ungeschulter Mitarbeiter über ein KI-Tool Kundendaten preisgibt oder eine diskriminierende Entscheidung trifft, haftet das Unternehmen. Fehlt eine dokumentierte Schulung, wird jede Verteidigung schwierig.
Und hier ist der Punkt, an dem es die meisten überrascht: Der EU AI Act unterscheidet nicht nach Unternehmensgröße. EPU, KMU, Freelancer: wenn du KI nutzt, bist du betroffen. Es gibt keine Ausnahme für „aber ich bin ja nur ein Einzelunternehmer“. Es gibt keine Ausnahme für „ich verwende ja nur die kostenlose Version“. Die Pflicht gilt.
Was Artikel 4 konkret verlangt
Der AI Act definiert AI Literacy in Artikel 3, Absatz 56 als: Fähigkeiten, Kenntnisse und Verständnis, die es ermöglichen, KI-Systeme informiert einzusetzen und sich der Chancen, Risiken und möglichen Schäden bewusst zu sein.
Es geht also nicht darum, Python zu lernen oder neuronale Netze zu verstehen. Es geht darum, als Anwender zu wissen: Was kann KI, was kann sie nicht? Wo liegen die Risiken? Was ist erlaubt, was ist verboten? Wie schütze ich mich, meine Kunden und mein Unternehmen vor Fehlern, die durch uninformierten KI-Einsatz entstehen?
Die Europäische Kommission hat in ihren Q&As klargestellt, was Unternehmen als Minimum tun müssen: Allgemeines KI-Verständnis sicherstellen. Klären, ob man KI-Anbieter oder KI-Nutzer ist. Die Risiken der eingesetzten Systeme identifizieren. Schulungen an den Wissensstand und die Rolle der Mitarbeiter anpassen. Und das Ganze dokumentieren.
Ab dem 2. August 2026 beginnen die nationalen Marktüberwachungsbehörden mit der Durchsetzung. Aber die Pflicht selbst gilt bereits jetzt.
Warum ich diesen Kurs gebaut habe
Ich wollte ein Angebot schaffen, das drei Dinge gleichzeitig löst. Erstens: den Lerninhalt liefern, den der AI Act verlangt. Zweitens: die Wissensüberprüfung, die beweist, dass jemand die Inhalte verstanden hat. Drittens: ein Zertifikat, das als dokumentierter Nachweis taugt.
Es gibt AI-Literacy-Kurse auf dem Markt, die mehrere hundert Euro kosten. Manche davon sind gut, viele sind Buzzword-Bingo mit PowerPoint-Folien und einem Multiple-Choice-Test, bei dem die falschen Antworten so offensichtlich sind, dass man ihn blind bestehen kann. Das hilft niemandem. Nicht dem Unternehmen, nicht dem Mitarbeiter, und schon gar nicht der Person, die am Ende von einer schlecht eingesetzten KI betroffen ist.
Ich habe 52 Fragen geschrieben und jede einzelne gegen den Gesetzestext geprüft. Die falschen Antworten sind plausibel. Die richtigen Antworten verlangen echtes Verständnis. Und nach jeder Frage gibt es eine Erklärung, die den Zusammenhang zum AI Act herstellt. Das ist kein Abhak-Kurs. Das ist ein Lernprozess.
Ich beobachte das seit Jahren in der täglichen Arbeit als KI-Berater mit EPU und KMU in Österreich: Die größte Gefahr ist nicht die Technologie selbst, sondern das, was passiert, wenn Menschen sie einsetzen, ohne zu verstehen, wo die Grenzen liegen. Eine KI, die einen überzeugend klingenden, aber inhaltlich falschen Vertragsentwurf liefert. Ein Chatbot, der Kundendaten in ein Modelltraining einspeist. Ein Bildgenerator, der urheberrechtlich geschützte Stile reproduziert. Das alles passiert täglich, und in den meisten Fällen merkt es niemand.
Was der Kurs konkret beinhaltet
Sechs Module, die exakt das abdecken, was der EU AI Act unter „ausreichender KI-Kompetenz“ versteht:
Was ist KI? Was KI-Systeme laut EU-Definition sind, wie Large Language Models funktionieren und was der Unterschied zwischen einem Modell und einem Tool ist. Warum ein Buchhaltungsprogramm keine KI ist, ein Spamfilter aber schon. Was Prompt Engineering bedeutet und warum jedes Modell einen Knowledge Cutoff hat.
Risiken und Limitierungen. Halluzinationen, also überzeugend klingende, aber falsche Informationen. Bias durch verzerrte Trainingsdaten. Datenschutzrisiken bei der Eingabe vertraulicher Daten. Warum KI-Modelle bei Zahlen und Quellenangaben besonders fehleranfällig sind. Was Sycophancy und Confirmation Bias im Zusammenspiel mit KI anrichten können.
Rechtlicher Rahmen. EU AI Act mit allen relevanten Daten und Fristen. DSGVO im Zusammenspiel mit dem AI Act. Verbotene Praktiken seit Februar 2025, darunter Social Scoring und Emotionserkennung am Arbeitsplatz. Risikoklassen von verboten bis minimal. Transparenzpflichten ab August 2026. Strafen bis 35 Millionen Euro oder 7 % des Jahresumsatzes.
Verantwortungsvoller Einsatz. Wie du KI-Tools richtig evaluierst, bevor du sie einsetzt: Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvereinbarung, Training-Policy. Was ein AI-Inventar ist und warum in Audits durchschnittlich 5 bis 12 undokumentierte KI-Tools pro Unternehmen gefunden werden. Warum Shadow AI ein ernstes Problem ist. Was Human Oversight konkret bedeutet.
Ethik und Gesellschaft. Fairness und Nicht-Diskriminierung bei KI-gestützten Entscheidungen. Urheberrecht bei KI-generierten Inhalten. Verhältnismäßigkeit beim KI-Einsatz. Die Frage, was man tun darf, nur weil man es kann. Warum Gewinnmaximierung kein ethisches Prinzip für den KI-Einsatz ist.
Praxis und Anwendung. Szenarien aus dem echten Arbeitsalltag: Was du als EPU beachten musst. Wie du mit Richtlinienänderungen bei KI-Tools umgehst. Was du einem Kunden antwortest, der fragt, ob du KI einsetzt. Wie oft du dein Wissen aktualisieren solltest.
52 Fragen, 80 % Schwelle, Zertifikat
Nach jedem Modul beantwortest du Fragen zum Lerninhalt. Multiple Choice, sofortige Rückmeldung mit Erklärung, warum eine Antwort richtig oder falsch ist. Die Fragen werden bei jedem Versuch in zufälliger Reihenfolge angezeigt, auch die Antwortoptionen werden gemischt. Abschreiben bringt nichts, verstehen schon.
Du brauchst mindestens 80 % richtige Antworten pro Modul. Nicht bestanden? Modul nochmal lesen, nochmal versuchen. Kein Limit bei den Versuchen. Du kannst jederzeit pausieren und später weitermachen, dein Fortschritt wird gespeichert.
Wenn du alle sechs Module bestanden hast, kannst du deinen Namen eingeben und ein Zertifikat als hochauflösende PNG-Datei herunterladen. Darauf steht: dein Name, das Datum, die Modulergebnisse und eine eindeutige Zertifikats-ID.
Das ist dein dokumentierter Nachweis. Wenn jemand fragt, ob du oder dein Team über ausreichende KI-Kompetenz verfügen, hast du etwas Vorzeigbares in der Hand.
Kein Tracking, keine Registrierung, keine Ausreden
Dein Fortschritt wird ausschließlich lokal in deinem Browser gespeichert. Keine Daten gehen an einen Server. Kein Tracking, keine Registrierung, kein Newsletter-Zwang. Dein Name für das Zertifikat verlässt deinen Browser nicht. Wenn du den Browserverlauf löschst, wird auch der Kursfortschritt gelöscht.
Das ist eine bewusste Entscheidung. Ein Kurs, der AI Literacy und DSGVO-Bewusstsein lehrt, sollte selbst zeigen, wie datenschutzfreundliche Architektur aussieht. Keine Datenbank, kein Server, keine Cookies. Nur dein Browser und du.
Der Kurs ist kostenlos. Nicht als Lockangebot, sondern weil AI Literacy eine Grundkompetenz ist, die jedem zugänglich sein sollte. Und weil die beste Werbung für meine Beratung ein Kurs ist, der zeigt, wie ich arbeite: klar, praktisch, ohne Hype.
Für wen ist der Kurs?
Für alle, die in Österreich, Deutschland oder der Schweiz KI-Systeme im Arbeitsalltag nutzen. Konkret: für EPU und KMU in Gewerbe, Handel, Beratung, Tourismus, Gesundheit, Bildung, Kommunikation. Für Selbstständige, die wissen wollen, was der EU AI Act für sie bedeutet, ohne dafür eine juristische Ausbildung zu brauchen.
Und für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter schulen müssen: Der Kurs ist auch als Baustein für ein internes AI-Literacy-Programm geeignet. Jeder Mitarbeiter absolviert den Kurs, das Zertifikat geht in die Personalakte. Damit ist die Dokumentationspflicht nach Artikel 4 erfüllt.
Ich sage das als jemand, der seit 1989 selbstständig ist, als ehemaliger Microsoft MVP und heute als KI-Berater mit Zertifizierungen nach EU AI Act/ISO 42001 arbeitet: Die Pflicht zur KI-Kompetenz ist kein bürokratischer Unsinn. Sie schützt dich, deine Kunden und dein Unternehmen vor Fehlern, die durch uninformierten KI-Einsatz entstehen.
Du kannst warten. Oder du fängst jetzt an.
Fragen zum AI Literacy Kurs
Ja. Ohne Einschränkung, ohne Registrierung, ohne versteckte Kosten. Du kannst direkt starten.
Der Kurs deckt die Anforderungen von Artikel 4 für Anwender vollständig ab. Das Zertifikat dient als dokumentierter Nachweis deiner KI-Kompetenz. Für Unternehmen mit Hochrisiko-KI-Systemen können zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein.
Zwischen 60 und 90 Minuten, wenn du alle Module am Stück durcharbeitest. Du kannst aber jederzeit pausieren und später weitermachen.
Ja. Jeder Mitarbeiter kann den Kurs eigenständig absolvieren und sein persönliches Zertifikat herunterladen. Für größere Teams oder unternehmensspezifische Anforderungen biete ich individuelle Workshops an.
Der AI Act verlangt, dass KI-Kompetenz dem Stand der Technik entspricht. Da sich KI rasant entwickelt, werde ich den Kurs regelmäßig aktualisieren. Eine jährliche Auffrischung ist empfehlenswert.
Also ich hab bestanden 😉
Natürlich hab ich den Kurs auch selber gemacht – und bestanden. Wenn du den Kurs geschafft hast, kannst du dir ein Zertifikat wie dieses speichern und ausdrucken:
