——— aus der werkstatt

Gedanken

Elon Musks größtes Erbe wird nicht seines sein

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Ich war vier Jahre lang Tesla-Fahrer. Model S, die große Limousine, die man damals in Salzburg an einer Hand abzählen konnte. Die Software war für ihre Zeit wirklich beeindruckend. Das Auto selbst: zuverlässig wie ein kapriziöser Wintergast. Türen, die sich verzogen. Spaltmaße, die einen Karosseriebauer weinen lassen würden. Aber man hat drübergeschaut, weil das Ding Zukunft hatte und man das spüren konnte.

Auf Twitter war ich jahrelang aktiv. Täglich, konsequent, mit echtem Austausch. Dann kam X. Ich hab noch ein wenig durchgehalten und bin dann raus. Das ist jetzt sechs Monate her. Ich vermisse keine Sekunde davon.

Ich erzähle das nicht, um Musk persönlich zu verurteilen. Das ist nicht mein Stil und es wäre auch zu billig. Ich erzähle das, weil ich gemerkt habe, dass ich dem Mann auf zwei Feldern vertraut habe, auf denen er nachgeliefert hat, und auf einem dritten, auf dem er gerade dabei ist, ein Paradox zu bauen: Er hat die Technologie miterschaffen, die ihn inzwischen durchleuchtet wie kein Journalist es je könnte.

Meine These, klar formuliert: Elon Musk hat mehr für die Demokratisierung von KI getan als fast jede andere Einzelperson. Nicht weil er es wollte. Sondern weil er es nicht verhindern konnte.

Und das wird sein bleibendes Erbe sein. Nicht Starlink. Nicht das Starship. Nicht Grok. Die Infrastruktur, auf der heute Werkzeuge laufen, die seine eigenen Entscheidungen in Echtzeit analysieren und demontieren.

Bevor wir anfangen: Was bedeutet was?

Dieser Artikel bewegt sich an der Schnittstelle von Börse, Technologie und Politik. Ein paar Begriffe tauchen immer wieder auf:

IPO steht für Initial Public Offering, auf Deutsch: Börsengang. Der Moment, in dem ein bisher privates Unternehmen seine Aktien erstmals öffentlich an der Börse handelbar macht. Wer vorher investieren wollte, brauchte Zugang zu Privatmärkten. Nach dem IPO kann grundsätzlich jeder kaufen.

S-1 ist das offizielle Registrierungsdokument, das ein Unternehmen vor einem US-Börsengang bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC einreichen muss. Es enthält Finanzzahlen, Geschäftsmodell, Risikofaktoren und die Pläne für das eingesammelte Kapital. Für Anleger ist es die wichtigste Primärquelle, weil das Unternehmen dort unter Eid aussagt.

Nasdaq ist die zweitgrößte Börse der USA, bekannt als Heimat von Technologieunternehmen. Apple, Microsoft, Amazon, Google, Meta, alle notiert an der Nasdaq. SpaceX handelt dort unter dem Ticker SPCX.

KUV steht für Kurs-Umsatz-Verhältnis. Es setzt den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens ins Verhältnis zu seinem Jahresumsatz. Ein KUV von 10 bedeutet: Der Markt bewertet das Unternehmen mit dem Zehnfachen dessen, was es pro Jahr einnimmt. Bei SpaceX liegt das KUV zum IPO-Preis bei rund 94. Zum Vergleich: Apple liegt bei 8, Nvidia auf dem Höhepunkt des KI-Hypes bei etwa 30.

Dual-Class-Aktienstruktur bedeutet, dass es zwei Klassen von Aktien gibt, die unterschiedliche Stimmrechte haben. Öffentlich gehandelte Aktien haben in der Regel eine Stimme pro Aktie. Gründer oder Insider halten dagegen eine zweite Klasse mit vielfachen Stimmrechten, bei SpaceX zehnfache. Das Ergebnis: Musk hält wirtschaftlich rund 42 Prozent des Unternehmens, kontrolliert aber über 82 Prozent der Stimmrechte. Aktionäre können kaufen, aber nicht mitentscheiden.

LLM steht für Large Language Model, auf Deutsch: großes Sprachmodell. Das ist die technische Bezeichnung für KI-Systeme wie Claude, ChatGPT oder Gemini. Sie wurden auf riesigen Textmengen trainiert und können Sprache verstehen, generieren und analysieren. Wenn ich im Artikel von KI-Modellen spreche, meine ich konkret diese Kategorie von Systemen.

Grok ist das LLM von xAI, Elon Musks KI-Unternehmen. Es ist in X integriert und positioniert sich als direkter Konkurrent zu ChatGPT und Claude. xAI wurde im Februar 2026 vollständig in SpaceX integriert, Grok ist seither Teil der SpaceXAI-Division.

Starlink ist SpaceX‘ Satelliten-Internetdienst. Über 9.600 Satelliten im niedrigen Erdorbit versorgen aktuell mehr als 10 Millionen Abonnenten in über 160 Ländern mit Breitband-Internet, auch dort, wo keine Kabel verlegt sind. Starlink ist das einzige Segment von SpaceX, das profitabel arbeitet, und der eigentliche Werttreiber hinter der Bewertung.

Wie fängt man eine KI-Industrie an?

2015 gründete Elon Musk gemeinsam mit Sam Altman, Greg Brockman und anderen OpenAI. Die Idee war, Forschung an KI offen und gemeinnützig zu halten, weil Musk überzeugt war (und laut ist er noch immer davon überzeugt), dass eine unkontrollierte, konzerngesteuerte KI-Entwicklung gefährlich ist. Er investierte damals rund 100 Millionen US-Dollar. Er saß im Board.

Dann flog er raus. Die genauen Gründe sind bis heute nicht vollständig öffentlich, aber der Bruch mit Sam Altman war real und nachhaltig.

Was folgte: Musk gründete 2023 xAI als Gegenprojekt, baute Grok als Alternative zu ChatGPT, und kaufte Twitter, um eine Plattform zu haben, auf der er seine Sicht der Dinge distribuieren kann.

Das klingt logisch, wenn man es so erzählt. Aber wenn man einen Schritt zurücktritt, sieht man das eigentliche Bild: Musk hat mit seinem Geld, seinem Netzwerk und seinem Namen die erste Welle des modernen KI-Rennens ausgelöst. OpenAI wäre ohne seinen frühen Kapital- und Credibility-Einsatz eine andere Organisation, vielleicht eine kleinere. Und ohne OpenAI gäbe es kein ChatGPT. Ohne ChatGPT keinen öffentlichen KI-Hype. Ohne diesen Hype keine Anthropic-Bewertung von 61 Milliarden US-Dollar, kein Google Gemini in dieser Form, kein Microsoft Copilot in Office-Paketen, die Millionen KMU täglich benutzen.

Er hat den Dominostein angestoßen. Und jetzt fallen die Steine auf ihn.

Warum der SpaceX-IPO das deutlichste Signal ist

Am 12. Juni 2026 ging SpaceX an die Nasdaq. Ticker SPCX, Ausgabepreis 135 US-Dollar, Bewertung rund 1,77 Billionen US-Dollar. Der größte Börsengang der Geschichte, noch vor Saudi Aramcos IPO von 2019.

Die Zahlen aus dem offiziellen Börsenprospekt, dem S-1-Dokument bei der SEC, sind interessant. Umsatz 2025: 18,7 Milliarden US-Dollar. Nettoverlust 2025: 4,9 Milliarden US-Dollar. Kurs-Umsatz-Verhältnis zum Ausgabepreis: rund 94. Das heißt, der Markt bewertet das Unternehmen mit dem 94-fachen seines Jahresumsatzes. Apple liegt bei 8. Nvidia auf dem Höhepunkt des KI-Hypes bei 30.

Morningstar, eines der renommiertesten unabhängigen Analyseunternehmen der Welt, hält SpaceX für deutlich überbewertet und setzt den fairen Wert bei etwa 780 Milliarden US-Dollar an. Das wäre immer noch eine absurde Summe. Aber es ist weniger als die Hälfte des IPO-Preises.

Ich sage das nicht, um Musk schlechtzureden. Das wäre zu einfach. Ich sage das, weil sich hier etwas zeigt, das vor fünf Jahren so nicht möglich gewesen wäre: KI-gestützte Analysetools sezieren dieses Unternehmen in Echtzeit. Institutionelle Investoren nutzen LLMs, um Geschäftsberichte zu durchleuchten. Research-Workflows laufen automatisiert über APIs von Anthropic und OpenAI. Analysten, die früher Wochen für einen Report gebraucht hätten, brauchen jetzt Stunden. Und ihre Ergebnisse verbreiten sich nicht über X, Musks eigene Plattform. Sie verbreiten sich über Perplexity, über ChatGPT-Suchanfragen, über Claude, über LinkedIn und über Newsletter von Fachleuten, die auf KI-Zusammenfassungen zurückgreifen.

Musk kann X moderieren. Er kann keine LLMs moderieren.

Was er wirklich gebaut hat und was er nicht kontrollieren kann

Ich beobachte das konsequent in meiner Beratungsarbeit mit EPU und KMU in der DACH-Region: Der Wandel, der durch den Hype um ChatGPT ausgelöst wurde, hat die Art verändert, wie kleine Unternehmen Informationen konsumieren, prüfen und entscheiden.

Früher hat mein Kunde, der Steuerberater aus Hallein, Finanznachrichten aus einer Handvoll Quellen gelesen. Heute fragt er Claude oder Perplexity, lässt sich Analysen zusammenfassen, fragt nach Gegenargumenten. Das ist kein Einzelfall. Das Muster zieht sich durch.

Diese Veränderung wäre ohne Elon Musks frühen Einsatz bei OpenAI deutlich langsamer gekommen. Er hat das Kapital bereitgestellt, das Sam Altman, Ilya Sutskever und Greg Brockman gebraucht haben, um GPT-3 und GPT-4 überhaupt zu entwickeln. Er hat die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt, lange bevor es massentauglich war. Und er hat mit seinem Wechsel zu xAI und dem Bau von Grok indirekt den Wettbewerb intensiviert, der heute dafür sorgt, dass Anthropic, Google und OpenAI in einem Tempo iterieren, das vor drei Jahren undenkbar war.

Das Problem für Musk ist: Wettbewerb war nicht sein Ziel. Kontrolle war sein Ziel.

Mit xAI hat er ein Modell gebaut, das laut seinem eigenen S-1-Dokument 2025 rund 3,2 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht hat, während SpaceX gleichzeitig 20,7 Milliarden US-Dollar Kapital eingesetzt hat, davon mehr als die Hälfte in KI. Im ersten Quartal 2026 flossen 7,7 Milliarden von 10,1 Milliarden US-Dollar Kapitalausgaben in den KI-Bereich. SpaceX ist, ob man es so nennt oder nicht, inzwischen primär ein KI-Unternehmen, das nebenbei Raketen baut.

Und das ist eine Wette. Eine sehr teure.

Hat er mit xAI gewonnen?

Kurze Antwort: noch nicht. Und vielleicht nie.

Grok, das LLM von xAI, ist inzwischen in X integriert, was auf dem Papier ein Verbreitungsvorteil klingt. In der Praxis hat X eine Plattform, von der viele erfahrene Nutzer abgewandert sind, genau weil Musk sie übernommen hat. Die Werbeeinnahmen von X sind laut dem SpaceX-Prospekt im ersten Quartal 2026 um 100 Millionen US-Dollar gesunken, während Plattformveränderungen stattfanden.

Ich war selbst auf Twitter aktiv, täglich, mit echtem Netzwerk und echtem Austausch. Seit ich X verlassen habe, vor rund sechs Monaten, ist nichts passiert, was ich vermisse. Keine Information, kein Kontakt, kein Gespräch. Das sagt mehr über die Plattform als jede Nutzerzahlstatistik.

Grok läuft auf einer Plattform, die für einen relevanten Teil der KI-affinen, technisch interessierten Öffentlichkeit schlicht unattraktiv geworden ist. Das ist strukturell ungünstig, wenn man ein LLM als Produkt für genau diese Zielgruppe positioniert.

Anthropic, dessen Modelle auf AWS laufen und die ich selbst täglich für Beratungsaufgaben einsetze, hat im SpaceX-S-1 einen direkten Hinweis hinterlassen: Der Anthropic-Vertrag über 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat ist als erster externer KI-Großkunde von SpaceX gelistet. Das heißt: SpaceX zahlt Anthropic für Rechenkapazität oder Services. Musk baut Infrastruktur, auf der Anthropics Modelle laufen. Die Konkurrenz nutzt seine Plattform. Und er kann das nicht verhindern, weil er das Geld braucht.

Was Aktionäre wissen sollten, die jetzt einsteigen wollen

Das hier ist keine Anlageberatung, das sage ich klar. Aber als jemand, der SpaceX-Finanzzahlen jetzt intensiv gelesen und sich länger mit seinem Bankberater darüber unterhalten hat, wäre es unehrlich, das wegzulassen.

Wer heute SPCX kauft, kauft ein Unternehmen mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis jenseits von 100 und einem Nettoverlust von fast fünf Milliarden US-Dollar im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr. Das Herzstück, Starlink, ist profitabel und wächst stark: 10,3 Millionen Abonnenten, 11,4 Milliarden US-Dollar Umsatz 2025, mit +50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist echte Substanz.

Aber die KI-Wette von xAI verbrennt Kapital in einem Ausmaß, das selbst für Silicon-Valley-Standards ambitioniert ist. Und man kauft ein Unternehmen, bei dem Elon Musk laut Dual-Class-Aktienstruktur über 82 Prozent der Stimmrechte kontrolliert, obwohl er wirtschaftlich nur etwa 42 Prozent hält. Das S-1-Dokument hält selbst fest, dass Musk „nicht seine volle Zeit und Aufmerksamkeit“ SpaceX widmet. Er führt parallel Tesla, X, xAI, Neuralink und The Boring Company.

Man kauft also primär eine Wette auf eine Person, keine Aktie auf ein System.

Warum das Paradox ihn nicht schlafen lässt

Ich formuliere das bewusst als Spekulation, weil ich das nicht wissen kann. Aber hier ist, was ich denke:

Elon Musk hat 2015 in OpenAI investiert, weil er KI für zu gefährlich hielt, um sie unkontrolliert zu lassen. Er hat xAI gegründet, weil er OpenAI für zu geschlossen hielt. Er hat X gekauft, weil er Plattformkontrolle für unerlässlich hält.

Und trotzdem: Die KI-Systeme, die heute am relevantesten sind, Claude, GPT, Gemini, laufen auf einer Infrastruktur, die er nicht kontrolliert. Sie werden von Organisationen entwickelt, die er nicht leitet. Sie werden von Nutzern eingesetzt, die er nicht binden kann. Und sie analysieren ihn, seine Unternehmen, seine Entscheidungen, mit einer Präzision und Geschwindigkeit, die vor drei Jahren schlicht nicht möglich war.

Auf digitalhandwerk.rocks dokumentiere ich seit Jahren, was in der KI-Praxis wirklich funktioniert und was nicht. Was ich seit 2023 beobachte, ist ein Muster: Die Unternehmen und Personen, die KI als Kontrollinstrument begreifen wollen, verlieren. Die, die sie als Infrastruktur begreifen, gewinnen.

Musk hat die Infrastruktur mitgebaut. Aber er versucht, Kontrolle auszuüben. Das ist ein Widerspruch, der sich nicht auflösen lässt.

Sein Erbe: Größer als er, und das ist das Problem

Es gibt Menschen, die Geschichte machen. Und es gibt Menschen, die Geschichte ermöglichen, ohne dass sie darüber bestimmen können, wohin sie führt.

Musk fällt in beide Kategorien. Das Falcon 9 hat den kommerziellen Zugang zum Weltall tatsächlich demokratisiert, Startkosten um über 95 Prozent gesenkt und die Branche verändert. Starlink gibt Menschen in Uganda, auf der Nordsee oder in den österreichischen Alpen Internetzugang, wo vorher keiner war. Das sind reale Errungenschaften.

Aber bei KI hat er den Zug losgeschickt und dann versucht, auf die Bremse zu treten. OpenAI ist heute das wertvollste KI-Unternehmen der Welt und wird von einer Organisation geführt, aus der er geworfen wurde. Anthropic, von OpenAI-Dissidenten gegründet, die mehr Sicherheit wollten als Musk mit seiner xAI-Strategie je priorisiert hat, wird von seinen eigenen Infrastrukturverträgen mitfinanziert.

Das ist das Paradox, das ihn definitiv beschäftigt: Er hat mehr für die Verbreitung von KI getan als fast jede andere Einzelperson. Und die Modelle, die diese Analyse schreiben könnten, wenn man sie nur fragte, laufen nicht auf seinen Servern.

Mein Model S hat vier Jahre gut gedient. Ich hab es gerne gefahren. Dann hab ich gewechselt.

Du kannst warten, bis der Markt entscheidet, ob das SPCX-Kurs-Umsatz-Verhältnis von 100 gerechtfertigt war. Oder du nimmst dir zehn Minuten und liest das S-1-Dokument selbst, mit Claude oder Gemini als Zusammenfassungshilfe. Ich tue das regelmäßig so. Es funktioniert.

Kein Neid. Aber auch kein Starlink.

Ich bin Musk nicht neidig. Nicht auf sein Geld, nicht auf seine Kalender, die vermutlich keine Wochenenden kennen, nicht auf ein Familienleben, das er selbst öffentlich als das beschreibt, was es ist. Ich will das nicht. Wirklich nicht.

Was mich beschäftigt, ist etwas anderes, und ich sage es direkt.

USAID, die United States Agency for International Development, war die größte staatliche Entwicklungshilfeorganisation der Welt. 1961 von John F. Kennedy gegründet, aktiv in rund 130 Ländern, mit einem Jahresbudget von 40 Milliarden US-Dollar. Keine abstrakte Behörde, sondern konkrete Infrastruktur für das Überleben von Menschen ohne Lobby: Impfprogramme gegen Malaria, HIV und Tuberkulose, Kliniken für unterernährte Kinder in Nigeria, Minenräumung in Kambodscha, Krankenhäuser in Myanmar, Flüchtlingshilfe für die 1,5 Millionen Menschen, die vor dem sudanesischen Bürgerkrieg geflohen sind. Eine Studie, die 133 Länder über 20 Jahre analysiert hat, kommt zu dem Ergebnis, dass USAID zwischen 2001 und 2021 rund 91 Millionen Todesfälle verhindert hat.

Im Februar 2025 wurden fast alle 10.000 Mitarbeiter auf unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. 90 Prozent der Verträge wurden binnen Wochen gestrichen. Im März 2025 war die Behörde de facto aufgelöst. Elon Musk schrieb auf X, er habe USAID „into the woodchipper“ gejagt. Auf Deutsch: durch den Häcksler.

Federführend dabei war er als Chef von DOGE, dem sogenannten Department of Government Efficiency, einer Behörde, für deren Leitung er weder gewählt noch vom US-Senat bestätigt worden war. In Nigeria mussten daraufhin 77 Kliniken für unterernährte Kinder schließen, 60.000 Kinder blieben ohne Versorgung. 30.000 Tonnen Hilfsgüter lagern seither in Houston, Texas, und können nicht ausgeliefert werden. Das Fachjournal The Lancet, eines der renommiertesten medizinischen Journale der Welt, projiziert in einer peer-reviewten Studie vom Juni 2025, dass die Einschnitte bis 2030 zu über 14 Millionen zusätzlichen Todesfällen führen könnten, davon 4,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren.

Ein Mann, der 270 Millionen US-Dollar in eine politische Kampagne investiert, danach einen Posten übernimmt, der Staatsausgaben prüfen soll, und dessen Unternehmen parallel Milliarden an Staatsaufträgen erhält. Das ist alles öffentlich, alles dokumentiert, alles legal. Und genau das macht es so schwer zu ignorieren.

Ich werde kein Tesla mehr fahren. Kein Starlink nutzen. Keine App, kein Produkt, keine Plattform, die Elon Musk gehört oder von ihm kontrolliert wird. Das ist keine große politische Geste. Das ist meine persönliche Konsequenz aus dem, was ich sehe.

Jeder muss das für sich entscheiden. Ich hab’s entschieden.

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Alex Januschewsky – Zertifizierter KI-Beauftragter und Werbefachmann
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky ist Werbefachmann, zertifizierter KI-Beauftragter (ISO 42001, EU AI Act-Konformität) und Microsoft MVP Alumni. Seit 1989 in Werbung und Design aktiv, spezialisiert auf den professionellen Einsatz von Generativer KI: kreativ, strategisch, praxisnah. Seit über 30 Jahren entwickle ich Kommunikation, die nicht auf Hype setzt, sondern auf echte Wirkung. Klar, klug und mit einem tiefen Verständnis für Technologie und Sprache. In diesem Blog teile ich Ideen, Impulse und erprobtes Wissen für Unternehmer, Entscheider und KI-Enthusiasten, die mehr wollen als Schlagwörter und bunte Versprechen.

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Alex Januschewsky, Prompt Rocker, wohnhaft in Salzburg, tätig in Österreich
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