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Easy Diffusion: KI-Bilder auf dem eigenen Rechner erstellen

Alex Januschewsky Digitalhandwerk

Liebe Leserinnen und Leser!
Die meisten Tools zur KI-Bilderstellung kosten Geld. Die einen locken dich mit ein paar kostenlosen “Credits” zur Bilderstellung, will man aber mehr Bilder (oder besondere Features), dann muss man auch hier zahlen. Wenn man aber einen eigenen PC mit ansprechender Grafikkarte oder einen Apple Mac bzw. Linux Rechner hat, dann kann man mit einem einfachen Tool auch selber Bilder erstellen:

Easy Diffusion

Easy Diffusion ist eine einfach zu installierende und zu verwendende Distribution von Stable Diffusion, der führenden Open-Source-Software für Text-zu-Bild-KI. Easy Diffusion installiert alle erforderlichen Softwarekomponenten, die für die Ausführung von Stable Diffusion erforderlich sind, sowie eine eigene benutzerfreundliche und leistungsstarke Weboberfläche – kostenlos.

easydiffusion | DIGITALHANDWERK

Die Software läuft lokal auf deinem Rechner, bedient wird sie über ein Webinterface. Die neue Version 3.x hat tolle Möglichkeiten:

Keine Abhängigkeiten oder technische Kenntnisse erforderlich: 1-Klick-Installation für Windows, Mac und Linux. Keine Abhängigkeiten, keine Notwendigkeit für WSL oder Docker oder Conda oder technisches Setup. Einfach herunterladen und ausführen!
ControlNet: Volle Unterstützung für ControlNet, mit nativer Integration der gängigen ControlNet-Modelle. Wählen Sie einfach ein ControlNet-Image, dann den ControlNet-Filter/das ControlNet-Modell und starten Sie die Anwendung. Keine zusätzliche Konfiguration oder Download erforderlich. Unterstützt auch benutzerdefinierte ControlNets.
SDXL: Volle Unterstützung für SDXL. Keine Konfiguration erforderlich, legen Sie einfach das SDXL-Modell in den Ordner models/stable-diffusion.
Mehrere LoRAs: Verwenden Sie mehrere LoRAs, einschließlich SDXL- und SD2-kompatibler LoRAs. Legen Sie sie in den Ordner models/lora.
Einbettungen: Verwenden Sie textuelle Inversionseinbettungen ganz einfach, indem Sie sie in den Ordner models/embeddings legen und ihre Namen in der Eingabeaufforderung verwenden (oder indem Sie auf die Schaltfläche + Embeddings klicken, um Einbettungen visuell auszuwählen).
Seamless Tiling: Erzeugt sich wiederholende Texturen, die für Spiele und andere Kunstprojekte nützlich sein können. Funktioniert am besten bei einer Auflösung von 512×512.
Inpainting Models: Volle Unterstützung für Inpainting-Modelle, einschließlich benutzerdefinierter Inpainting-Modelle. Keine Konfiguration (oder yaml-Dateien) erforderlich.
Noch geringerer VRAM-Bedarf: weniger als 2 GB für 512×512-Bilder bei “niedriger” VRAM-Bedarfseinstellung (SD 1.5). Kann große Bilder mit SDXL erzeugen.
WebP-Bilder: Unterstützt das Speichern von Bildern im verlustfreien WebP-Format.
Rückgängig machen in der Benutzeroberfläche: Entfernen Sie Aufgaben oder Bilder aus der Warteschlange, und machen Sie den Vorgang rückgängig, wenn Sie versehentlich etwas entfernt haben.
Drei neue Sampler und latenter Upscaler: DEIS, DDPM und DPM++ 2m SDE wurden als zusätzliche Sampler hinzugefügt.
Deutlich schnellere “Upscale”- und “Fix Faces”-Schaltflächen auf den Bildern
Umfassende Überarbeitung des Codes: Wir sind dazu übergegangen, Diffusoren unter der Haube zu verwenden, wodurch wir neue Funktionen schneller veröffentlichen und uns darauf konzentrieren können, die Benutzeroberfläche und das Installationsprogramm noch benutzerfreundlicher zu gestalten.

Laden, installieren, loslegen

Folgende Hardware-Voraussetzungen sollte dein Rechner haben:

Windows: NVIDIA-Grafikkarte (mindestens 2 GB RAM), oder Ausführung auf Ihrer CPU.
Linux: NVIDIA- oder AMD-Grafikkarte (mindestens 2 GB RAM), oder Ausführung auf Ihrer CPU.
Mac: M1 oder M2, oder Ausführung auf Ihrer CPU.
Mindestens 8 GB RAM
Mindestens 25 GB Speicherplatz auf der Festplatte

Easy Diffusion ist wohl der einfachste Weg in die KI-Bilderstellung einzusteigen. Besuche einfach diese Seite, lade den ensprechenden Installer herunter und installiere die Software. Nach kurzer Zeit ist auch dies erledigt und du kannst loslegen. Solltest du einen normalen Office-PC mit schlechter oder womöglich on-board Grafikkarte, dann kannst du in den Einstellungen anstatt der GPU, deine CPU zur Berechnung auswählen. Das dauert zwar dann (erheblich) länger, aber es funktioniert:

system settings v2.jpg | DIGITALHANDWERK

Das Team hat eine gut aufgebaute Wiki zu dieser Software ins Netz gestellt – allerdings setzt das die englische Sprache voraus. Hier stehen tonnenweise Tipps, Tricks und Hilfestellungen – also eine Pflichtlektüre.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Erstellen deiner ersten KI-Bilder. Tipps und Tricks zu dieser Software werden sicher folgen!

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