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Tone Mapping mit ChatGPT

Liebe Leserinnen und Leser! ChatGPT von OpenAI ist toll! Ohne Zweifel. Was einen aber manchmal zur Verzweiflung bringen kann, ist die Schreibweise. ChatGPT kann nahezu unendlich Rollen einnehmen, ob Uni-Professor, Journalist oder auch Schüler. Was den Texten dann aber eigentlich immer fehlt, ist der persönliche Stil, also der in dem man selber schreibt.

Mach’s mir persönlich!

Die Lösung ist eigentlich simpel. Eine KI lernt. Immer. Warum sollte die KI also nicht lernen können, wie man selber seine Texte verfasst. Und das kann ChatGPT! Man muss es der Software nur sagen. ChatGPT kann vorhandene Texte analysieren und dieses Feature nutzen wir aus. Dazu braucht es einen Prompt und ein halbwegs langes Beispiel, wie man seine Texte schreibt. Schüler können dazu Aufsätze verwenden, Geschäftsleute beispielsweise verfasste Berichte. Aber bitte nicht irgendwelche Zweizeiler, sondern längere Textpassagen.

Der Prompt

Wir öffnen ChatGPT (optimalerweise die Version 4) und schreiben:

Sie bekommen einen Auszug und müssen den Ton analysieren. Sie müssen die genaue Art und Weise, den genauen Ton, die genaue Stimmung, die genaue Grammatik, das genaue Vokabular, das genaue Gefühl, all das müssen Sie genau analysieren. Auf diese Weise können Sie den Schreibstil des Auszugs, den ich Ihnen gleich geben werde, 1:1 kopieren. Hier ist der Auszug:

Dann kopiert ihr unter den Prompt euren Beispieltext und drückt <ENTER>. ChatGPT analysiert nun den Text und gibt euch Feedback über die Schreibweise. Wenn ChatGPT fertig ist, schreibt ihr den finalen Prompt:

Schreibe mir folgenden Text in meinem Stil um:

Ihr kopiert nun den Text, den ihr umgeschrieben haben wollt und klickt erneut <ENTER>. Nach kurzer Zeit erscheint dann der Text in eurer Sprache.

Beispiel gefällig?

Der Originalartikel

Mehr als doppelt so schnell wie erlaubt war am Sonntagnachmittag ein 31-jähriger Slowene auf der Tauernautobahn bei Anif unterwegs. Eine Zivilstreife hielt den Pkw-Lenker bei Anif an, er war mit 203 km/h bei erlaubten 100 km/h unterwegs und knapp auf das Fahrzeug vor ihm aufgefahren. Ein Alkotest verlief negativ. Der Mann musste seinen Führerschein abgeben.

Auch drei Probeführerscheinbesitzer waren viel zu schnell

Gleich drei Probeführerscheinbesitzer hat die Polizei am Freitag zwischen 19 und 22 Uhr mit überhöhter Geschwindigkeit angehalten: Auf der L241 zwischen Thalgau und Henndorf wurde ein 18-jähriger Pkw-Lenker mit 143 statt der erlaubten 100 km/h gestoppt – nach einem missachteten Überholverbot. Auf der Begleitstraße Salzburg-Nord war ein 18-Jähriger aus der Stadt Salzburg mit 133 statt der erlaubten 80 km/h unterwegs. Der dritte Probeführerscheinbesitzer, ein 22-jähriger Salzburger, fuhr auf der A1 auf Höhe Abfahrt Messe mit 150 statt 100 km/h – und nach Verlassen der A1 im Stadtgebiet mit bis zu 112 km/h.

https://www.sn.at/salzburg/chronik/slowene-a10-153658987

Die ChatGPT Version

ChatGPT macht daraus (analysiert wurde der Schreibstil dieses Blogs):

Liebe Leserinnen und Leser, schnallt euch an, denn was ich euch jetzt erzähle, sprengt fast die Tempolimits unserer Vorstellungskraft! An einem Sonntagnachmittag hat sich ein 31-jähriger Slowene auf der Tauernautobahn bei Anif gedacht: „Warum nicht mal das Gaspedal mit dem Boden verwechseln?“ Und so raste er mit unglaublichen 203 km/h dahin, wo eigentlich nur 100 km/h erlaubt sind. Das Ganze natürlich so dicht am Vordermann, dass man fast von Car-Hugging sprechen könnte. Eine Zivilstreife musste den rasanten Fahrer ausbremsen. Obwohl ein Alkotest zeigte, dass er nüchtern war, musste er seinen Führerschein abgeben. Na, wenn das kein abruptes Ende einer rasanten Fahrt ist!

Aber wartet, es kommt noch besser: Drei junge Wilde, alle mit dem Probeführerschein in der Tasche, dachten wohl, sie wären auf einer Rennstrecke unterwegs. Innerhalb nur weniger Stunden hat die Polizei sie eingefangen: Einer mit 143 km/h auf einer Strecke, wo 100 km/h das Maximum ist, ein anderer bretterte mit 133 km/h durch eine Zone mit 80 km/h Limit, und der Dritte – haltet euch fest – jagte mit 150 km/h über die Autobahn, wo er sich an 100 km/h hätte halten sollen, nur um dann im Stadtgebiet noch mal mit bis zu 112 km/h aufzutrumpfen.

Was lernen wir daraus? Das nächste Mal, wenn euch das Bedürfnis packt, den Geschwindigkeitsrekord zu brechen, denkt daran: Die Straße ist keine Rennstrecke. Bleibt sicher und haltet euch an die Regeln – nicht nur für eure eigene Sicherheit, sondern auch für die aller anderen Verkehrsteilnehmer.

ChatGPT in meinem Stil

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